Planet Brompton

Mit dem Brompton als digitaler Nomade unterwegs

26. Dezember 2014 Allgemein

Brompton Barbie

BarbieHundFahrrad

Meine Freundin Andrea hegt dem Brompton gegenüber eher zwiespältige Gefühle.
„Schon ganz praktisch…glaub ich…ist mir aber irgendwie zu…fummelig.“

Ich habe aber ein gewisses Interesse daran, dass die beiden sich anfreunden.
Denn ich möchte in den nächsten Jahren ernsthaft mit dem Brompton in der Weltgeschichte herum reisen, und würde das ungern alleine tun.

Ich war daher höchst erfreut, als Andrea verkündete, dass sie vor Weihnachten ihre Eltern für ein paar Tage besuchten möchte.
Sie wolle mit dem Zug reisen und das Brompton mitnehmen, um „…das jetzt mal richtig auszuprobieren“. Und, keine Frage, Momo kommt natürlich mit.

Und das hat sie dann auch gemacht.

Als sie wieder da war, hab ich sie dann die Dinge gefragt, die mich (und ich denke auch andere Brompton-Fans) interessieren:

Klaus: „Wie war das Handling im Zug?“

Andrea: „Ja, das war nicht so einfach. Es ist mir zu schwer um es in dem engen Gang länger vor mir her zu tragen. Ich hab dann aber einen gute Methode gefunden: wenn ich es hinten am Sattel packe und anhebe, kann ich es auf den vorderen kleinen Rollen laufen lassen und es gut vor mir her steuern.
Was komisch war:  die Leute wollten mir nie Platz machen, wie sie es sicher getan hätten, wenn ich einen grossen Koffer gehabt hätte. Keine Ahnung warum. Fahrräder unerwünscht, oder sowas? Für eine längere Zugreise sollte man vielleicht einfach die kleine Schutztasche drüber ziehen, und schon hätte man ein normales Gepäckstück…“

Klaus: „Wo hattest Du das Rad im Abteil untergebracht?“

Andrea: „In den Regionalzügen hab ich mich immer einfach ins Fahrradabteil gesetzt. Da war immer schön Platz und auch mit Momo war das angenehm. Im ICE war es schwieriger. Ich hatte es erst einfach neben meinem Tisch abgestellt, halb im Gang. Da musste es aber weg, genau wie Koffer, die sollen da auch nicht stehen. Also ins Gepäckfach am Ende des Wagens. Ab da hatte ich aber immer Angst, dass es geklaut wird und musste ständig gucken. Auch da wäre die Schutztasche nicht schlecht gewesen, weil es dann ganz uninteressant nach Gepäck aussähe.
Auf dem Rückweg war ich schlauer. Wenn man über das Internet einen Platz reserviert, kann man den seit kurzem in einem Grundriss des Wagens auswählen. Es gibt Plätze, bei denen hinter dem Sitz ausreichend Platz für das  Brompton  ist. Und zwar immer da, wo die Sitze die Richtung ändern, also mit der Rückenlehne aneinander stossen.“

 

Klaus: „Wie war das beim Umsteigen? Hast Du das Rad immer gefaltet getragen, oder ausgeklappt und geschoben?“

Andrea: „Ich hab es gefaltet gelassen und getragen. Das geht aber nur für kurze Wege, sonst wird es schnell zu schwer.“

Klaus: „Und als Du dann angekommen bist? Wie weit war es vom Bahnhof bis zu Deinen Eltern?“

Andrea: „2 km. Aber dann waren meine Eltern nicht da, die wussten nämlich nichts davon dass ich komme! Ich hab sie dann gesucht, bin auf dem Deich rumgefahren und war so bestimmt noch mal 4 km unterwegs.“

Klaus: „Wie war das beim Fahren mit Momo an der Leine?“

Andrea: „Leichter als bei meinem grossen Rad! Man kann super bequem auf- und absteigen, weil keine Stange da ist. Es ist auch klein und handlich. Insgesamt mit Hund sehr zu empfehlen!“

Klaus: „Wo war eigentlich Dein Gepäck? (Als ob ich das nicht wüsste. Aber das ist hier ja schliesslich ein Interview…)“

Andrea: „Auf dem Rücken. Ein kleiner Rucksack genügt mir für ein paar Tage.“

Klaus: „Und, war es nicht  super, an den Tagen bei Deinen Eltern ein Fahrrad zur Hand zu haben?“

Andrea: „Na, klar. :-).“

Klaus: „Sag ich doch! Gibt es sonst noch was?“

Andrea: „Ja, so ganz allgemein: falten geht super wenn man es ein wenig übt. Das Rad fährt toll! Mit einem normalen Rad hätte ich die Reise so bequem gar nicht machen können, das aus- und einsteigen mit Rad und Hund wär mir zu kompliziert gewesen. Und ICE wäre gleich gar nicht gegangen, da kann man ja kein Fahrrad mitnehmen!
Auf den Bahnsteigen hatte ich allerdings immer ein bisschen Angst, dass es mir jemand klaut. Es ist so klein. Wenn ich mal unaufmerksam bin, könnte man es im vorbeigehen einfach mitnehmen…“

 

 

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2 to “Brompton Barbie”

  1. karin wölfel sagt...

    …sieht klasse aus das Brompton! Was kostet das eigentlich?

    Außerdem: Alles Liebe und gute für 2015 und eine schöne Silvesternacht!! Karin

    • k.breuer sagt...

      Hi Karin,

      das gibt es so ab 1.000,-

      Aber wenn man noch ein paar Sonderwünsche dazu packt, wie mehr Gänge, besseres Licht usw, dann kommen auch schnell noch diverse Hunderter dazu…..

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