Planet Brompton

Mit dem Brompton als digitaler Nomade unterwegs

Reisebericht

Im schwimmenden Dorf

Auf unserer Kambodscha Reise wollen wir auch eines der schwimmenden Dörfer auf dem Tonle Sap See besichtigen und dort zwei Nächte in einem Homestay verbringen.

Es handelt sich um das Dorf Kampong Luong in der Nähe des Ortes Krakor.

Von Krakor fahren wir über eine der typischen Dirt-Roads bis ans Ufer des Tonle Sap.

Dort kann man sich ein Boot mit Guide für eine Rundfahrt durch das schwimmende Dorf mieten und sich dann an einem Homestay absetzen lassen.

Der Organisator, der für die Zuteilung der Touristen an die Bootsführer zuständig ist, bedeutet uns, dass wir die Fahrräder bei ihm lassen und neben der Hütte abstellen sollen.

Wir denken natürlich sofort: aha, alles klar, die Fahrräder sind zu gross für die kleinen Boote. Kein Problem, genau für solche Fälle haben wir nämlich einen Trick in petto. Mit wenigen Handgriffen falten wir unsere Bromptons klein zusammen.

Er nickt beeindruckt und bedeutet uns: alles ok, so könnt ihr die mitnehmen!
Prima, denke ich, wieder mal erweisen sich die Bromptons als unschlagbar praktisch.

Erst später verstehe ich, dass der eigentliche Grund für seinen Vorschlag vermutlich eher der war, dass man mit einem Fahrrad in einem schwimmenden Dorf wirklich rein gar nichts anfangen kann. 🙂

Dann werden wir von unserer Bootsführerin eine Stunde lang durch das schwimmende Dorf gefahren.
Hier gibt es alles, was es in einem normalen Dorf eben so gibt: Wohnhäuser, Restaurants, Geschäfte, Werkstätten, sogar eine Eis-Fabrik, Kirchen und Tempel, Schulen, Friseure, Telefon-Shops, Ställe mit Hühnern, Gänsen und sogar Schweinen.

Wir verbringen den Nachmittag und den ganzen folgenden Tag auf der Terrasse unseres Homestays, bei einem netten jungen Paar mit einem kleinen Jungen.

Es gibt unglaublich viel zu sehen.

Den ganzen Tag bis spät in der Nacht werden unter grossem Lärm Wohnhäuser, Supermärkte und Werkstätten hin und her geschoben. Es ist wohl schlechtes Wetter mit Wellen angesagt und viele Häuser werden daher näher ans Ufer verlagert.

Dazwischen paddeln ständig kleine Boote die Gemüse, Obst, Fleisch, Getränke oder Haushaltswaren anbieten. Man winkt sie heran und kauft was man braucht. Lange, schlanke Boote mit einem Aussenborder und einer langen Stange für die Schraube sausen mit höllischem Lärm und Geschwindigkeit durch das Dorf.

Wir beobachten das tägliche Leben der Bewohner, wie sie einkaufen, kochen, essen, spülen, sich waschen und schlafen gehen. Wir machen Fotos und auch die Drohne kommt ein paar mal zum Einsatz.

Einen Tag im schwimmenden Dorf zu verbringen ist auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und sehr zu empfehlen.

 

27. Dezember 2017 Reisebericht

Brompton bringt die Menschen zum Lachen

Hier in Kambodscha kann man mit einem Brompton die Menschen zum Lachen und Staunen bringen.

Ich bin mit meinen 1,93 recht gross, für kambodschanische Verhältnisse aber riesig. Es muss für die Menschen hier wohl ein sehr, sehr lustiger Anblick sein, wenn ein so grosser Mensch auf einem winzigen „Kinderfahrrad“ zügig die Strasse entlang radelt. Sie brechen spontan in Lachen aus, wenn wir an Ihnen vorbei fahren und schicken uns Rufe hinterher, die wir zwar nicht verstehen, aber die sehr fröhlich klingen.

Unser selbst gebauter Anhänger, den ich dann noch hinter meinem „Kinderfahrrad“ her ziehe, weckt besonderes Interesse. Immer gehen ihre Blicke dort hin und sie zeigen mit dem Finger darauf. Was mich eigentlich überrascht, denn in punkto „abenteuerliche, selbst zusammengeschweisste Objekte zum Transport von Waren und Personen“, kann ihnen hier niemand das Wasser reichen. Vermutlich sieht unsere würfelförmige, silbern glänzende Kiste einfach sehr geheimnisvoll aus.

Wenn wir irgendwo Halt machen, um einen Kaffee zu trinken oder eine Ananas mit Chilli und Salz zu essen, werden die Bromptons genau untersucht. Sie deuten hier und da auf die verschiedenen Teile und erklären sich gegenseitig, was es damit auf sich hat.

Dann mache ich immer gerne eine kleine Vorführung. Wie ein Zauberkünstler falte ich zuerst das Hinterrad unter den Rahmen. Das gibt schon mal ein grosses Hallo. Wenn sich alle wieder beruhigt haben, wird der Rahmen zusammengefaltet. Wahnsinn! Dann den Sattel rein und den Lenker umgeklappt. Das Publikum tobt! Sie lachen, rufen, nehmen das klein gefaltete Brompton in die Hand und laufen damit herum. Dann falte ich alles wieder auseinander, voila: ein Fahrrad.

Natürlich kommt dann auch die Frage „how much?“. Wir antworten immer mit $500. Das ist zwar deutlich weniger, als ein Brompton tatsächlich kostet, aber hier in Kambodscha sind $500 sehr, sehr viel Geld für ein Fahrrad.

Wir sind jetzt erst seit knapp 2 Wochen in Kambodscha unterwegs und haben das Land und die Menschen mit ihrer Offenheit und Fröhlichkeit bereits ins Herz geschlossen. Die Drohne aus unserem Anhänger ist auch schon ein paar Mal zum Einsatz gekommen und auf unserer Webseite, auf der wir Spenden für Kambodscha sammeln, kann man schon die ersten Bilder sehen: Donation-Drone.

 

24. November 2017 Reisebericht

Reise nach Kambodscha

Weil der Winter hier in Berlin wirklich deprimierend ist, wollen wir uns ab November für mehrere Monate nach Kambodscha verdrücken.

Da ich mein Geld als Softwareentwickler verdiene und dazu lediglich meinen Laptop und einen Internetzugang benötige, kann ich fast von überall aus arbeiten.

Andreas Job als Fahrrad-Guide wird im Winter sowieso im wahrste Sinne des Wortes auf Eis gelegt, so dass es auf für sie keinen Grund gibt, in Berlin zu bleiben. Im Gegenteil: für eine Fotografin ist eine Reise durch Kambodscha natürlich viel reizvoller als ein Winter in Berlin.

Und da unser Hund Anfang des Jahres gestorben ist, können wir jetzt ja auch wieder mit dem Flugzeug reisen.

Das ist der Plan:

  • mit dem Flugzeug fliegen wir nach Bangkok, Thailand
  • dort bleiben wir einen Tag und fahren dann mit dem Zug zum Grenzübergang nach Poipet, Kambodscha
  • auf unseren Bromptons fahren wir über die Grenze und dann mehrere Monate quer  durch Kambodscha
  • jeder hat nur Handgepäck und sein Brompton dabei
  • zusätzlich nehmen wir unseren selbstgebauten Anhänger mit, denn: da ist unsere Drohne drin

Bromptons verpacken

Um die Bromptons für den Flug gut zu verpacken, haben wir uns bei unserem Lieblings-Brompton-Händler Daniel von Kultrad zwei der Kartons besorgt, in denen die Räder vom Hersteller geliefert werden:

 

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich gewesen, die Bromptons in foldon boxen zu verpacken, aber erstes haben wir nur Eine davon und zweitens müssten wir die Boxen dann die ganze Zeit mit uns mit schleppen. Der Vorteil von den Kartons ist, dass wir sie bei der Ankunft einfach entsorgen können.

Und wie verpacken wir die Räder dann auf dem Rückweg?

Ganz einfach: in Bangkok gibt es auch einen Brompton Händler, mit dem haben wir schon Kontakt aufgenommen und von ihm bekommen wir zwei Kartons für den Rückflug. 🙂

WASH, Spende für Kambodscha

Der Anhänger ist natürlich Zusatzgepäck und da er etwas ungünstige Abmessungen hat, kostet uns der Transport leider pro Strecke 210,- € zusätzlich. Aber ohne den Anhänger mit der Drohne geht es nicht, denn damit wollen wir jede Menge Lufbildaufnahmen von der Landschaft und den Tempeln Kambodschas machen.

Und diese Luftbildaufnahme brauchen wir unbedingt. Denn bei unseren Reisevorbereitungen sind auf ein tolles Projekt gestossen: WASH. Da wird Geld für sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen für 9 Schulen mit je über 120 Schülern und ihren Lehrern gesammelt. Schnell haben wir beschlossen da mitzumachen, haben eine Webseite mit dem Spendenformular erstellt und wer etwas spendet, bekommt als kleines Dankeschön eine tolle Luftbildaufnahme von Kambodscha.

Falls Du auch etwas spenden möchtest, das ist unsere Webseite dazu: www.jokeair.com/donation

Ziemlich viel Technik

Hier habe ich mal alles ausgebreitet, was wir mitnehmen werden:

Unser Gepäck: fast nur Technik-Kram 🙂

Was auffällt: unser ganzen Gepäck besteht offensichtlich vor allem aus Computern, Kameras uns sonstigem Technik-Kram. 🙂

Interessant für die digitalen Nomaden unter euch, dürfte wohl dieser orange Puck hier sein:

Ein portabler Wifi-Hotspot: der Skyroam Solis

Es handelt sich um einen Skyroam Solis, der einem in über 100 Ländern einen schnellen WiFi Hotspot für bis zu 5 Geräte bereit stellt. Ich werde noch darüber berichten, ob er wirklich hält, was er verspricht.

Falls Du Dir auch Einen zulegen möchtest, kannst Du diesen Link hier benutzen, den Skyroam mir nach dem Kauf zugesandt hat. Damit bekommt Du ihn $20 billiger und ich bekomme 2 Tage WiFi geschenkt: Skyroam Solis Link.

 

12. November 2017 Ausrüstung, Reisebericht

Radfahren in Melbourne und ein Fahrradhelm für 3,50

In Melbourne macht Radfahren deutlich mehr Spaß als in Sydney. Es gibt häufig schöne Radwege, Fahrradampeln und die Autofahrer scheinen mehr an Radfahrer gewöhnt zu sein. Ausserdem geht es sehr viel weniger rauf und runter. 🙂

In Australien ist ein Fahrradhelm Pflicht, niemand käme hier auf die Idee, ohne zu fahren. So wie bei uns die Motorradfahrer.

Da ich keinen von zu Hause mitgebracht hatte, war ich auf der Suche nach einem günstigen Helm.

Es gibt hier überall so kleine „7Eleven“ Läden, deren Warenangebot ziemlich genau dem entspricht, was es bei uns an der Tanke gibt.

Und in ca. 20 von diesen 7Elevens in Melbourne kann man einen blauen Fahrradhelm für $5,- kaufen.
$5,- das sind 3,50€! Und der Helm ist absolut ok.

Ich vermute, dass diese Helme von der Stadt gesponsert werden. Die hat nämlich ein Bike-Sharing System aufgebaut, genauso blaue Fahrräder die man stunden- oder tageweise mieten kann.

Hier noch ein paar Eindrücke von Melbourne.

 

27. März 2015 Ausrüstung, Reisebericht

Ein kostenloser, fast perfekter Coworking-Space in Melbourne

Wenn Du in Melbourne mal einen guten Platz zum Arbeiten mit Internetanbindung suchst, hätte ich einen Tip: die State Library Victoria

Die haben da nämlich ein schnelles, freies WLan, das für jedermann zugänglich ist.

Das ist so erstmal nichts besonderes, das gibt es in Melbourne ziemlich oft, da der Bundesstaat Victoria in einigen Städten damit begonnen hat, ein öffentliches WLan Netz aufzubauen, so dass man auf der Strasse mit seinem Telefon an vielen Stellen ins Internet kann.

In der State Library in Melbourne gibt es dazu aber eine ganze Reihe kleiner und grosser, sehr schöner Lesesäle, mit viiielen kleinen und grossen Tischen, an denen man allein oder auch als Gruppe sitzen kann. Diese Tische haben fast immer auch eigene Steckdosen, es herrscht ein ruhige, arbeitsame Atmosphäre, es gibt ein Café im Gebäude, Gemäldeausstellungen und natürlich saubere Toiletten. Wenn man vorhat in einer Gruppe zu arbeiten, sollte man nicht zu spät hin gehen: als ich heute mittag da rumgelaufen bin, waren die grossen Tische eigentlich alle besetzt.

 

Leider gibt es einen kleinen Wermutstropfen.

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21. März 2015 Geld verdienen, Reisebericht

Fahrradfahren in Sydney: keine reine Freude

Ich wohne hier in Sydney bei meinem Sohn Jonas im Stadtteil Dee Why.
Das ist ca. 20 km nördlich vom Stadtkern.
Von hier habe ich mit meinem Brompton schon ein paar Ausflüge unternommen

Eine Tour führte mich noch weiter weg vom Zentrum, 25km nach Norden, in den Stadtteil Palm Beach.

Ein anderes Mal bin ich erst mit dem Bus in Zentrum gefahren (ging problemlos) und dann dort kreuz und quer durch die Stadt geradelt.

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6. März 2015 Reisebericht