Planet Brompton

Mit dem Brompton als digitaler Nomade unterwegs

6. März 2015 Reisebericht

Fahrradfahren in Sydney: keine reine Freude

Ich wohne hier in Sydney bei meinem Sohn Jonas im Stadtteil Dee Why.
Das ist ca. 20 km nördlich vom Stadtkern.
Von hier habe ich mit meinem Brompton schon ein paar Ausflüge unternommen

Eine Tour führte mich noch weiter weg vom Zentrum, 25km nach Norden, in den Stadtteil Palm Beach.

Ein anderes Mal bin ich erst mit dem Bus in Zentrum gefahren (ging problemlos) und dann dort kreuz und quer durch die Stadt geradelt.

In Australien fährt man übrigens auf der linken Seite, insbesondere bei Kreuzungen und Kreisverkehren muss man sich gut konzentrieren. Seltsamerweise gilt aber trotzdem: rechts vor links!

Insgesamt muss ich leider sagen, dass Sydney für Radfahrer keine angenehme Stadt ist. Radwege gibt es nur selten, mal auf der Strasse, mal auf dem Gehweg, aber fast immer sind es nur kurze Abschnitte, die plötzlich enden. Wäre ja nicht so schlimm, fährt man eben auf der Strasse, aber das ist teilweise echt stressig, weil die Strassen eng und voll sind und die Autofahrer mit Radfahrern irgendwie nicht viel anfangen können. Sie sind es einfach nicht gewohnt und vor allem nicht auf Rücksichtnahme gepolt, wie wir das von uns zu Hause kennen.

Auf dem Gehweg fahren ist verboten (ausser man ist 10 Jahre alt), könnte man aber auch kaum, weil es in der City viel zu voll und hektisch ist.

Die Strasse, die mich nach Palm Beach geführt hat, hat teilweise extra gekennzeichnete Bus-Spuren, die man als Radfahrer benutzen darf. Das ist dann ganz schön. Ausser, die Bus-Spuren sind zugeparkt, dann fährt man neben den parkenden Autos und dem noch freien, schmalen Rest der Bus-Spur. Da hat man natürlich immer Angst, dass da vielleicht jemand aussteigt, während wenn man gerade vorbeifährt. Und häufig fehlt die Bus-Spur komplett, dann wird es eng, es geht hoch und runter und überholende LKWs und Busse zaubern einem einen etwas angespannten Ausdruck ins Gesicht.

So, genug gemeckert! Ansonsten ist Sydney nämlich ganz wunderbar. Die Menschen sind gut gelaunt und freundlich, die Sonne scheint, das Meer ist da, Palmen wiegen sich im Wind, jede Menge Hafengebiet das von Fähren durchkreuzt wird,  geile Skyline, tolle Hochhäuser direkt neben alten Gebäuden, einen alten Botanischen Garten, China Town, Kunst usw. usw. usw.  🙂

Lohnt sich!!

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7 to “Fahrradfahren in Sydney: keine reine Freude”

  1. Wolfgang Seifert sagt...

    coole Bilder!

  2. Ulla sagt...

    Die Bilder sind echt gut! Kommst du auch noch woanders ins Land? Wie geht es Jonas?
    Fahr vorsichtig…
    lg
    Ulla

  3. Papa sagt...

    Hallo Klaus, nett, wieder von Dir zu „hören“! Das ist ja eine ganz neue „Route“, die Du da zwischendurch eingeschlagen hast, gratuliere! Leider kann ich da nicht so recht „helfen“, obwohl ich 6 1/2 Jahre für die Allianz Versicherungen, hauptsächlich Lebensversicherungen verkauft habe! Das Problem ist immer das sogenannte „Kleingedruckte“! Ganz liebe Fahrrad-Grüsse Papa – auch liebe Grüsse an Jonas und Tini – und hoffendlich seid ihr vom grossen Wirbelsturm verschont geblieben!?

  4. Michelle sagt...

    Schöner und besonders authentischer Bericht 🙂
    Dazu noch die coolen Bilder! Werde jetzt öfter hier vorbeischauen 🙂

    LG Michelle

  5. Markus sagt...

    Das ist wunderbar, Sydney eignet bestens zum Fahrradfahren. Toller Bericht und Seite. Frage: wie weit ist Sydney mit Pedelecs? gibt es dort auch die Drosselung bei 25 km/h. Alles was ihr in D dazu wissen müsst findet ihr auf http://dein-pedelec.de

    • k.breuer sagt...

      Hey Markus,

      zur Situation der Pedelecs in Sydney kann ich leider gar nicht sagen, das Thema habe ich bisher noch nicht auf dem Schirm 😉

      • Markus sagt...

        Danke, denke die Australier nehmen das nicht so ernst mit den Beschränkungen e.bike/pedelec, aber wer weiss. Ich habe einen Jugendfreund der dort wohnt, mal anschreiben. Antwort post eich hier, wenn ich eine bekomme.

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